International Media and Entertainment Management und anschließend ''Master in Imagineering'' an der NHTV Breda University of Applied Sciences

Wie kam es dazu, dass Sie sich für den Studiengang an der NHTV entschieden haben?
Auch wenn ich das lang ersehnte Bachelordiplom dann endlich in den Händen hielt, wollte ich noch nicht ins Arbeitsleben. Der Medienstudiengang an sich war super und lehrreich, allerdings fand ich die Auswahlmöglichkeiten hinterher zu breit. Außerdem macht fast jeder ‚was mit Medien‘ - ich wollte mich also gern noch in einem Bereich spezialisieren und somit von der Masse absetzen.
Imagineering hatte ich damals als Unterkurs im Medienstudium kennengelernt, zudem kam es als zentraler Punkt in meiner Abschlussarbeit zurück, sodass ich immer mehr Interesse dafür entwickelte. Durch mein Praktikum in den Niederlanden, und auch zum großen Teil dank meiner Chefin und meinem Koordinator von der NHTV – welche beide kreative und innovative Köpfe sind – habe ich mein Interesse zu einer Faszination entwickeln können. Fehlte nur das Wissen. Wobei ich eins allerdings schon wusste: dass die NHTV einen Imagineering Studiengang anbietet.

Wie und wo haben Sie sich über die Studienmöglichkeit informiert?
Ich habe mich während meines Praktikums bei meinen Koordinatoren und auch in der NHTV selbst informiert. Das Internet war natürlich auch eine der Hauptinformationsquellen, wie z.B. die website der Imaginnering Academy der NHTV oder die website der NHTV selbst. Auch habe ich ehemalige Studenten via Facebook oder Hyves (holländisches Studivz.) angeschrieben, um sie nach ihrer Meinung zu fragen. Was ich im Nachhinein noch als sehr sinnvoll betrachte: Sich bei Linkedin (professionelles Netzwerk in den Niederlanden) anzumelden, um somit aktuelle Diskussionen von Experten im Bereich Imagineering (oft von der Imagineering Academy der NHTV selbst) zu verfolgen und zu sehen ob es einem zusagt. Oder gar mitdiskutieren. Letztendlich war ich dann auch noch an einem Tag der offenen Tür zu einer Präsentation des Studiengangs dabei, welche ausschlaggebend war für meine Entscheidung.

Wie haben Sie die verlangten Sprachkenntnisse erworben?
Am Anfang meines Medienstudiums wurde uns internationalen Studenten ein Kurs ‚Niederländisch‘ angeboten, der einem die Grundkenntnisse, wie auch typisch holländische Dinge vermittelte. Dennoch hatte ich das Gefühl, dass sich die neu erlernten Kenntnisse nur auf die Theorie, nicht auf die Praxis anwendbar waren. Durch meine Arbeit und meinen Freundeskreis in den Niederlanden habe ich die Praxis allerdings innerhalb einen Jahres sehr gut lernen können.
Im Masterstudiengang ist so ein Kurs allerdings nicht der Fall. Was man aber machen kann sind Sprachkurse folgen, die entweder in Deutschland oder auch in Holland angeboten werden.

Wie und wo haben Sie sich beworben?
Ich habe mich ganz normal mit einer Bewerbung beworben. Diese war online zu finden auf der Website der Imagineering Academy der NHTV.

Falls Sie in die Niederlande umgezogen sind: Wie haben Sie eine Wohnung gefunden?
Glücklicherweise habe ich damals einen Aushang in der NHTV selbst gefunden, was auch auf den ersten Anhieb geklappt hat. Ansonsten gibt es viele verschiedene Möglichkeiten, sich ein Zimmer (Wohnungen sind hier zu teuer und man wartet zu lange) zu suchen, z.B. via Internet. Ansonsten kann man sich soziale Netzwerke wie z.B. Studivz oder Facebook zu Nutze machen indem man dort bei eingesessenen Studenten fragt wie sie alles gemeistert haben.

Wie waren Ihre ersten Erfahrungen/Eindrücke (z.B. mit der Sprache, als …)?
Mit der Sprache hatte ich am Anfang die meisten Schwierigkeiten, da viel und schnell geredet wurde. Aber nach einiger Zeit gewöhnt man sich daran, und nimmt auch die englische Sprache als zweite Muttersprache an bis man dann ins Niederländische übergehen kann. An der NHTV (und auch in Breda) kann man sich überall super auf Englisch verständigen, was vieles einfacher macht. Selbst Institutionen wie beispielsweise die IB-Groep wissen über die Anzahl internationaler Studenten Bescheid und können gut auf Englisch kommunizieren. Die Menschen hier in Breda sind super offen und herzlich, es gibt viele Studenten, die sehr kontaktfreudig sind und auch gut Englisch sprechen. Kontakte knüpfen war also nie ein Problem.
Meine schlimmsten Sprachausrutscher waren sowohl in Deutschland als auch in Holland. Ein Beispiel.
In einem Zeitungsladen in Köln: ich wollte bezahlen und sage (wie man das in Holland macht) ‚Bitteschön‘, als ich das Geld überreiche. Allerdings nicht auf Deutsch, sondern auf Holländisch, also alstublieft. Während ich aber dabei bin, dieses Wort auszusprechen, realisiere ich: falsche Sprache, stopp! Also sage ich zu dem netten Verkäufer nur ‚Alst…‘ (ausgesprochen wie Arsch…). Sowas ist sehr witzig, zumindest hinterher. Andersrum geht das aber auch ganz gut.
Was mir noch auffiel und immer noch auffällt ist die Freizeitgestaltung in Breda. Man hat super viele Möglichkeiten, Breda als Studentenstadt hat viele schöne Seiten: Schulsport, gemeinsam essen oder ‚gesellig sein‘, genauso wie (unter der Woche) weggehen sind nur ein paar Beispiele. Holland ist bekannt für seine ‚open-air‘ Einstellung, d.h. es gibt oft und viele Events, die am liebsten gesellig mit Freunden unter freiem Himmel gefeiert werden.

Worin sehen Sie die Vorteile Ihres Studiums in den Niederlanden?
Eindeutige Vorteile sind das Kennenlernen von der niederländischen Kultur (auch wenn es nicht so viele Unterschiede zur deutschen Kultur gibt), die Sprache und vor allem die Menschen. In Breda sind diese sehr herzlich und warm, genauso wie offen und naja Studenten! Was ich noch sehr auffällig finde ist die internationale Einstellung der Holländer. Ich habe in den drei Jahren, die ich nun hier bin, fast niemanden getroffen, der noch nicht irgendwo im Ausland war. Da packt einen das Reisefieber selbst! Genauso wie mit Praktika: Holländer nehmen viele Möglichkeiten, um ins Ausland zu gehen und Erfahrungen zu sammeln, wovon man sich als Deutscher gern eine Scheibe abschneidet.
In meinem Master sehe ich den Vorteil, dass ich viel von anderen (auch älteren) Kommilitonen mitbekomme, dass wir quasi voneinander lernen. Auch die Tatsache, dass der Kurs recht klein ist (16 Teilnehmer) macht es sehr angenehm und leicht für verschiedene Nationalitäten um effektiv teilzunehmen. Die Größe der Kurse in Holland ist sowieso ein Vorteil finde ich: nicht zu viele, nicht zu wenige, sodass das Arbeitsklima aber auch das soziale nicht untergeht – wie es in einigen Unis/Hochschulen in Deutschland der Fall ist.

Worin sehen Sie die Nachteile eines Studiums in den Niederlanden?
Ein Nachteil für mich ist, dass ich mich nun sehr auf die Niederlande beschränkt habe und mich auch mit der Sprache schon sehr gut identifizieren kann. Ich denke, dass ich durch ein internationales Studium eventuell Probleme bekommen könnte, alles in meine Muttersprache übersetzen zu können. Ein anderer Nachteil ist, dass ich mich an die niederländische Einstellung gewöhnt und angepasst habe. Das heißt: hier wird im, Gegensatz zu Deutschland, vieles lockerer gesehen und weniger bürokratisch. Dies kann bereichernd, aber in einem gut organisierten System wie in Deutschland unter Umständen zu Problemen führen.

Was empfehlen Sie deutschen Schulabgängern, die an einem solchen Studiengang interessiert sind?
Auf jeden Fall die Initiative ergreifen und an einem Tag der offenen Tür reinschnuppern! Ansonsten informiert man sich am besten offiziell übers Internet, aber auch inoffiziell durch Studenten die den Master schon gemacht haben. So kann man sorgfältig für sich selbst abwägen. Darüber hinaus sollte man am besten auch schon wissen, was man will. Ist nicht leicht, das ist klar. Aber zurückblickend kann ich sagen, dass man wirklich von der Idee des Imagineering überzeugt sein muss, sonst klappt das nicht. Man muss die Theorie verinnerlichen, daran glauben und es dementsprechend auch an die spätere Firma, in der man seine Abschlussarbeit schreibt, rüberbringen können. Diese Firma kann überall sein, man kann also im Notfall auch wieder zurück nach Hause;)

Welche positiven und negativen Erfahrungen haben Sie bisher mit dem Studium gemacht?
Bisher kann ich nur von positiven Erfahrungen berichten! Ich habe mich definitiv für den richtigen Studiengang entschieden, auch wenn viele nicht einmal wissen, was Imagineering eigentlich ist und meine Entscheidung am Anfang nicht so toll fanden. Mein Kurs ist mit 16 Leuten super angenehm, wir sind in kurzer Zeit super zusammengewachsen und unternehmen auch privat einiges. Was ich sehr an der Zusammensetzung schätze ist, dass wir nicht nur ‚normale‘ Studenten sind, aber auch erfahrene Business-Leute, die einfach mal doppelt so alt, aber dennoch im Geiste genauso jung sind wie ich. Was sehr cool ist, ist dass zwei Lehrer der NHTV unter uns sitzen. Ich finde auch, dass wir dadurch, dass wir alle das gleiche ‚Mindset‘ haben, so gut zueinander passen und so gut im (großen) Team arbeiten können. Am Anfang befürchtete ich, dass der Unterschied zwischen niederländischem Arbeitsstil (eher locker) und deutschem Arbeitsstil genauso groß ist wie ich in meinem vorigen Studium festgestellt habe. Das ist aber absolut nicht so, jeder ist motiviert und steckt viel Energie rein, um das bestmögliche rauszuholen.
Die Beziehung zu den Lehrern ist optimal! Wir haben, wie das in Holland üblich ist, alle eine gute Beziehung zu den Lehrern, die weder zu formell noch zu informell ist. Ich persönlich erfahre das als sehr angenehm und auch motivierend. Jeden Tag stehe ich gerne auf um an dem Kurs teilzunehmen.
Ein negativer Punkt fällt mir doch ein: Im ersten Block hat man unvorstellbar viel zu tun. Vor allem zu lesen und zu verinnerlichen. Das fand ich am Anfang nicht sehr leicht, da ich in meinem Medienstudiengang nie so viel innerhalb einer kurzen Zeitspanne machen musste. Auch hier gilt: wenn es Spaß macht, dann ist diese Hürde kein Problem und hinterher versteht man Imagineering aus seiner eigenen Perspektive, was sehr wertvoll ist.

Was planen Sie für die Zukunft?
Wenn ich nächstes Jahr meinen Abschluss erhalte, werde ich voraussichtlich ein Jahr in einer Management Position in den Niederlanden arbeiten um mir eine kleine Weltreise gönnen zu können. Anschließend werde ich mich nach einem festen Job im Bereich ‚Change Management‘ umsehen, wobei ich mir noch nicht ganz sicher bin, ob dieser in den Niederlanden oder in Deutschland sein wird…

Sonstige Anmerkungen...
In den Niederlanden habe ich viel über mich selbst gelernt, genauso wie über andere. International sein und sich einer neuen Umgebung anpassen kann schwierig sein, gibt einem dafür allerdings sehr viel mehr wieder. Zudem ist dies in Zeiten der Globalisierung sicher ein wichtiger Charakterzug.

Würden Sie den gleichen Weg noch mal gehen?
Auf jeden Fall! Ich bereue keinen Tag, den ich in den Niederlanden verbracht habe. Was ich anders machen würde wäre den normalen Track von vier Jahren zu machen. Ich habe den Fasttrack (der nun nicht mehr angeboten wird) gefolgt, was nicht unbedingt sehr effektiv war.
Den Master Studiengang würde ich ebenso noch einmal wählen, keine Frage!

Wir danken Jennifer-Daniela für das Interview!



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